Superlist vs. Things 3: Welcher Mac-Task-Manager passt am besten zu dir?

Wenn du dich schon mal mit Produktivitätstools für den Mac beschäftigt hast, weißt du, dass Things 3 eine treue Fangemeinde hat. Es ist wunderschön, schnell und wurde über mehr als ein Jahrzehnt hinweg verfeinert. Aber eine neue Generation von Aufgabenmanagern mischt den Markt auf, und Superlist ist eine der spannendsten Alternativen.
Welches solltest du also nutzen? Die Antwort hängt davon ab, wie du arbeitest, mit wem du zusammenarbeitest und was du wirklich von einer Aufgaben-App erwartest. Lass es uns mal genauer anschauen.
Warum Things 3 so beliebt ist
Things 3 von Cultured Code ist ein Paradebeispiel für fokussiertes Design. Es hat eine der saubersten Benutzeroberflächen auf dem Markt, mit einem Layout, das sich auf macOS und iOS so natürlich anfühlt, wie es nur wenigen Apps gelingt. Die App nutzt eine klassische, von GTD inspirierte Struktur: Posteingang, Heute, Anstehend, Jederzeit, Irgendwann und Projekte geben dir ein klares mentales Modell, um Aufgaben zu erfassen und zu organisieren.
Was Things 3 besonders macht, ist die Liebe zum Detail. Das Schnelleingabefenster, die Datumseingabe in natürlicher Sprache und das flüssige Drag-and-Drop zwischen Projekten fühlen sich einfach absolut durchdacht an. Die Nutzung macht richtig Spaß. Viele langjährige Nutzer berichten, dass die App die Hürde zwischen dem Denken an eine Aufgabe und dem Erfassen extrem verringert.
Der Haken an der Sache: Things 3 ist für die Einzelnutzung konzipiert. Es gibt keine Echtzeit-Zusammenarbeit, keine geteilten Listen mit anderen und keine Möglichkeit, Aufgaben an Teammitglieder zu delegieren. Es ist ein persönliches Produktivitätstool und will auch gar nichts anderes sein.
Was Superlist anders macht
Superlist nähert sich dem Aufgabenmanagement aus einer anderen Richtung. Es ist sowohl für die persönliche als auch für die gemeinsame Arbeit gedacht. Das bedeutet, du kannst es als deine private To-Do-Liste und als gemeinsamen Arbeitsbereich mit Kollegen oder der Familie nutzen. Listen können privat bleiben oder mit bestimmten Personen geteilt werden, und Aufgaben können mit Fälligkeitsdaten und Notizen zugewiesen werden.
Neben der Zusammenarbeit bringt Superlist ein paar Features mit, die sich wirklich modern anfühlen. Die Integration mit Tools wie Gmail, Google Calendar, Linear und Slack sorgt dafür, dass deine Aufgaben direkt dort leben, wo du auch den Kontext hast. Statt Informationen zwischen Apps hin- und herzukopieren, kannst du Aufgaben direkt mit Unterhaltungen, Issues oder Kalenderevents verknüpfen.
Superlist legt außerdem großen Wert auf „Meine Aufgaben“ als zentrale Ansicht. Anstatt zwischen Projekten hin- und herzuspringen, um zu sehen, was heute bei dir ansteht, taucht alles, was dir zugewiesen wurde, an einem Ort auf – egal, zu welcher Liste es gehört.
Die wichtigsten Unterschiede, auf die es ankommt
Plattform-Verfügbarkeit. Things 3 gibt es nur für Apple: Mac, iPhone, iPad und Apple Watch. Wenn du ein Android-Smartphone oder einen Windows-PC nutzt oder Aufgaben mit Leuten auf anderen Plattformen teilen musst, ist Things 3 für dein Team schlichtweg nicht geeignet. Superlist ist plattformübergreifend und im Web verfügbar – es begleitet dich also überallhin.
Zusammenarbeit. Things 3 bietet hier gar nichts. Superlist ist genau darum herum aufgebaut. Wenn du jemals eine Liste teilen, eine Aufgabe delegieren oder mit auch nur einer weiteren Person an einem Projekt arbeiten musst, stößt du bei Things 3 sofort an Grenzen.
Preismodell. Things 3 ist ein Einmalkauf (ca. 50 € für Mac, ca. 10 € für iOS). Wenn du als Einzelnutzer im Apple-Ökosystem bleibst, ist das ein wirklich faires Angebot. Superlist nutzt ein Freemium-Abo-Modell, bei dem die kostenlose Version die meisten persönlichen Anwendungsfälle abdeckt und kostenpflichtige Tarife tiefere Funktionen für die Zusammenarbeit freischalten.
Tiefe vs. Einfachheit. In puncto Einfachheit gewinnt Things 3. Es gibt eine klare Grenze bei dem, was es kann – und genau diese Einschränkung macht seinen Reiz aus. Superlist bietet mehr Funktionen, was mehr Möglichkeiten bedeutet, aber bei einigen Features auch eine etwas steilere Lernkurve mit sich bringt.
Für wen Things 3 ideal ist
Things 3 ist die richtige Wahl, wenn du solo arbeitest, im kreativen Bereich oder als Freelancer im Apple-Ökosystem zu Hause bist, Design über alles stellst und deine Aufgaben mit niemandem teilen musst. Wenn du deine persönlichen Projekte, Freiberufler-Aufträge oder deinen Alltag organisieren willst und eine App suchst, die elegant aussieht und sich im Hintergrund hält, ist Things 3 kaum zu schlagen.
Es ist auch perfekt, wenn du einen Einmalkauf bevorzugst und keine Lust auf das nächste Abo hast. Einmal bezahlen, und es gehört dir.
Für wen Superlist ideal ist
Superlist ist sinnvoller, wenn du mit anderen zusammenarbeitest – sei es in einem kleinen Startup-Team, in der Familie für Haushaltsaufgaben oder als Freelancer im Austausch mit Kunden. Wenn dein Aufgabenmanager kein Datensilo sein soll, sondern sich in deine anderen genutzten Apps einfügen soll, werden dir die Integrationen von Superlist eine Menge Zeit sparen.
Es ist auch die bessere Wahl, wenn du auf verschiedenen Geräten oder Plattformen arbeitest oder wenn du deine privaten und beruflichen Aufgaben an einem einzigen Ort verwalten möchtest, ohne zwei getrennte Systeme pflegen zu müssen.
Das Fazit
Things 3 und Superlist bedienen unterschiedliche Bedürfnisse, und die gute Nachricht ist, dass die Entscheidung eigentlich ganz einfach ist. Frag dich selbst: Arbeitest du allein oder mit anderen? Bleibst du komplett im Apple-Ökosystem oder wechselst du zwischen den Plattformen? Bevorzugst du ein fokussiertes, wunderschönes Tool mit klarem Rahmen oder ein flexibleres System, das mit deinen Workflows mitwachsen kann?
Wenn deine Antwort in Richtung solo, Apple-only und minimalistisch geht, ist Things 3 eine hervorragende Wahl. Wenn du aber nach einem Aufgabenmanager suchst, der sowohl dein Privatleben als auch die Zusammenarbeit im Team meistert, solltest du dir Superlist definitiv genauer anschauen. Es verbindet die Klarheit einer persönlichen To-Do-Liste mit der Struktur, die ein modernes Team braucht.