Superlist vs. Notion: Was ist besser für dein Aufgabenmanagement?

Notion gehört zu den meistdiskutierten Produktivitätstools der letzten Jahre, und das aus gutem Grund. Es kann fast alles. Aber „kann fast alles“ ist nicht immer das Kompliment, nach dem es klingt – besonders dann, wenn du eigentlich nur einen zuverlässigen Ort suchst, um deine Aufgaben zu verwalten.
Wenn du zwischen Superlist und Notion hin- und hergerissen bist, ist dieser Vergleich genau das Richtige für dich. Kein unnötiges Gerede, keine Datenblätter. Einfach ein ehrlicher Blick darauf, wo die Stärken und Schwächen der beiden Tools liegen.
Wofür Notion gemacht wurde
Notion ist ein Arbeitsbereich. Es ist ein Wiki, eine Datenbank, eine Notiz-App, ein Projekt-Tracker und ein Dokumenten-Editor in einem. Teams nutzen es, um das Firmenwissen zu speichern, Projektboards zu verwalten und interne Dokumentationen zu erstellen.
Diese Flexibilität ist wirklich beeindruckend. Doch wenn es um das tägliche Aufgabenmanagement geht, sorgt genau diese Flexibilität oft für Reibung. Eine neue Aufgabe in Notion zu erstellen bedeutet oft, zu entscheiden, in welche Datenbank sie gehört, welche Ansicht man nutzen und welche Eigenschaften man ausfüllen soll. Bei komplexen Projekten mit einem festen Setup zahlt sich diese Struktur aus. Für persönliche To-dos und Teamaufgaben, die du schnell erfassen willst, steht sie dir eher im Weg.
Wofür Superlist gemacht wurde
Superlist wurde speziell für das Aufgabenmanagement entwickelt – und zwar von dem Team hinter Wunderlist. Jede Designentscheidung basiert auf der Frage: Wie können wir das Erfassen und Erledigen von Aufgaben so mühelos wie möglich machen?
Das Ergebnis ist eine App, die sich sofort vertraut anfühlt. Du öffnest sie, tippst eine Aufgabe ein und drückst die Eingabetaste. Keine Datenbank, die du erst konfigurieren musst, kein Eigenschaftsschema, das gepflegt werden will. Gemeinsame Listen funktionieren genau so, wie du es erwartest, und die Benutzeroberfläche hält sich dezent im Hintergrund.
Der direkte Vergleich in der Praxis
Aufgaben schnell erfassen. Hier gewinnt Superlist. Eine Aufgabe hinzuzufügen dauert von überall in der App aus nur zwei Sekunden. In Notion musst du zuerst zur richtigen Datenbank oder Seite navigieren, den Eintrag hinzufügen und dann deine Eigenschaften festlegen. Bei Hunderten von Aufgaben im Monat macht sich dieser Unterschied deutlich bemerkbar.
Zusammenarbeit in gemeinsamen Listen. Beide Tools unterstützen die Zusammenarbeit in Echtzeit. Aber Superlist ist so konzipiert, dass gemeinsame Listen ein zentrales Kern-Feature sind. Das Zuweisen von Aufgaben, das Kommentieren und das gemeinsame Verlassen von Aufgaben fühlt sich ganz natürlich an. In Notion kannst du das gleiche Ergebnis erzielen, aber das erfordert meist mehr Aufwand beim Einrichten, und das Erlebnis ähnelt eher einer gemeinsamen Tabelle als einer einfachen Aufgabenliste.
Flexibilität und Anpassbarkeit. Hier gewinnt Notion ganz klar. Wenn du ein komplett eigenes Projektmanagementsystem mit verknüpften Datenbanken, berechneten Feldern und mehreren Ansichten erstellen möchtest, bietet Notion dir all diese Möglichkeiten. Superlist versucht gar nicht erst, in diesem Bereich zu konkurrieren – es ist bewusst auf ein bestimmtes Konzept ausgelegt.
Nutzung auf dem Smartphone. Die mobilen Apps von Superlist sind extrem flüssig und schnell, da sie speziell für das schnelle Erfassen von unterwegs entwickelt wurden. Die mobile App von Notion hat sich zwar deutlich verbessert, hinkt aber immer noch hinterher, wenn du mal eben schnell unterwegs eine Aufgabe hinzufügen willst. Komplexe Seitenstrukturen lassen sich einfach nicht gut auf kleine Displays übertragen.
Preis. Beide Tools bieten eine kostenlose Version an. Die kostenpflichtigen Tarife von Notion starten bei 12 $ pro Nutzer und Monat. Die Preise von Superlist sind wettbewerbsfähig und besonders für Einzelpersonen und kleine Teams, die nur ein Aufgabenmanagement suchen, oft die günstigere Wahl, da sie nicht für Funktionen bezahlen müssen, die sie ohnehin nie nutzen.
Für wen Notion ideal ist
Notion ist super, wenn dein Team das Tool ohnehin schon als Wissensdatenbank oder Dokumentationszentrum nutzt und du deine Aufgaben im selben Ökosystem behalten willst. Es eignet sich auch hervorragend für Teams, die komplexe, mehrstufige Projekte verwalten und die Flexibilität von benutzerdefinierten Datenbanken und verknüpften Ansichten benötigen.
Wenn du dir zu Hause ganz neu ein eigenes Produktivitätssystem aufbaust und es dir Spaß macht, an Tools herumzubasteln, bietet dir Notion jede Menge kreativen Spielraum.
Für wen Superlist ideal ist
Superlist ist die bessere Wahl, wenn es dir vor allem darum geht, Dinge tatsächlich zu erledigen, anstatt ständig Systeme dafür zu bauen. Es ist perfekt für alle, die eine übersichtliche, schnelle Aufgabenliste suchen, für Freelancer, die mehrere Kunden verwalten, und für kleine Teams, die gemeinsame Listen ohne den Ballast eines riesigen All-in-one-Tools brauchen.
Wenn du schon einmal mehr Zeit damit verbracht hast, dein Notion-Setup zu organisieren, als deine eigentlichen Aufgaben zu erledigen, solltest du dir Superlist unbedingt genauer ansehen.
Fazit
Notion ist ein fantastisches Stück Software, aber es ist eine Plattform und kein reiner Aufgabenmanager. Das sind zwei verschiedene Dinge, und diese zu verwechseln sorgt für viel Frust bei denjenigen, die extrem aufwendige Notion-Aufgabensysteme erstellen und diese dann nach einem Monat wieder aufgeben.
Superlist macht eine Sache und macht sie gut: Es hilft dir, Aufgaben ohne unnötige Komplikationen zu erfassen, zu organisieren und zu erledigen. Für die meisten Menschen, die einfach nur den Überblick über ihre Arbeit behalten wollen, trifft dieser Fokus genau ins Schwarze.